9.-12. Juni 2026 in Greifswald
Theater / Musik &Tanz / Ausstellung / Treff für Plattsnackers und alle, die es werden wollen
Das Festival will den Staub von der schönen Sprache pusten – mit Formaten vor allem für Einsteiger*innen – in der kleinen Legende sehen Sie, wie hoch der Plattdeutsch-Anteil jeweils ist:
*- keine Plattdeutsch-Kenntnisse erforderlich / ** – Basiskenntnisse / *** – gute Kenntnisse (verstehen)
Ausstellung Im Koeppenhaus: Illustrationen von Anke Ortlieb „MäH“
Im Rahmen der Ausstellung zum neuen Vorlesebuch „Lesereise MV“.*
9.6. 19 Uhr Konzert Thomas Naedler & Susanne Bliemel „Blink un Blank – plattdüütsch’ Geschichten un Gesang“ **
Was viele nicht wissen: Es gab in der DDR ein Überangebot an Bananen. Und Popeye und Olivia fahren Boot auf dem Störkanal. Die Sängerin Nico hatte in den 60ern in New York die Texte zu ihren später großen Hits auf Plattdeutsch geschrieben, konnte sich dann aber gegen Andy Warhol und die Velvet Underground nicht durchsetzen. Russisch klingt auf Platt am richtig gut und „Blink un Blank“ bezeichnet Zweierlei, das gut zusammen passt, wenn es in einen Topf geworfen, oder, um das Bild nicht völlig schief in den Rahmen zu tackern: auf eine Bühne gestellt wird. Susanne Bliemel und Thomas Naedler sind „Blink un Blank“. Mit einem gemeinsamen Programm, wollen sie nur eins: Geschichten erzählen. Susanne Bliemel hat die ihren aufgeschrieben und zwischen Buchdeckeln sicher verwahrt, Thomas Naedler hat seine gereimt auf ein paar Gitarren-Akkorde gesetzt. Erzählt, gelesen, gezaubert und gesungen wird auf Platt.
Eintritt: 7 €/ erm. 5 €
10.6. 17 Uhr Christian Peplow – Plattdeutscher maritimer Rundgang zum Musemshafen – historische Forschungen zur Schifffahrtsgeschichte der Hansezeit, Treffpunkt: Eingang Marienkirche***
10.6. 19 Uhr „Von de Ostseewellen nå denn groten Ozean un trüch“ – Martha Müller-Grählert-Lesung mit Ulrike Stern***
Vor 150 Jahren wurde die vorpommersche Dichterin Martha Müller-Grählert (1876–1939) in Barth geboren. Als Dichterin des „Ostseewellenliedes“ bekannt geworden, haftet ihr bis heute das Etikett „Heimatdichterin“ an. Ihr Werk bietet aber doch eine weit größere Vielfalt, in der sich der Weg der Schriftstellerin Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts von der Halbinsel Fischland/Darß/Zingst nach Berlin und Japan und zurück an den „heimschen Strand“ spiegelt. Bei der Lesung am 10. Juni 2026 vollzieht Ulrike Stern ihr Leben anhand von plattdeutschen Texten und Gedichten nach.
11.6. 10 Uhr und 18 Uhr Hein Hannemann – Theater Randfigur – für Kinder ab 11 Jahren und Erwachsene**
Nach dem Jugendbuch von Sophie Kloerß
HEIN HANNEMANN wächst um 1900 als Rostocker Jung zwischen Kaikante und Kontorgeschäft der Eltern mit einer gehörigen Portion Mut und Abenteuerlust auf. Mittlerweile ist er erwachsen und fährt zur See – genau wie damals sein Großvater, der Lotsenkommandeur aus Warnemünde. Hin und wieder erreichen Briefe von Übersee das Elternhaus und Heins Freund Jochen. Das ist ein guter Moment für Mutter Hannemann und Jochen, sich an all die Geschichten aus seiner Kindheit und Jugend zu erinnern und so manches Erlebnis lebendig werden zu lassen.
Hein Hannemann is ’n Rostocker Jung, de üm 1900 twüschen Kaikant un sien Öllern ehr Kontor upwussen is. Nu is hei grot un fohrt to See as sien Grotvadder, de Lotsenkommandeur ut Warnemünn. Af un an kåmen Breif bi siene Öllern un sienen Fründ Jochen an – ’n goden Momang för Mudder Hannemann un Jochen, sik up de Åbentüer un Geschichten ut de Kinner- un Jugendtiet to besinnen.
In einer Spielform aus Schauspiel, Erzählung und Figurenspiel wird der Verkaufsladen der Hannemanns ein Ort der Abenteuer. Es spielen: Marc Östreich, Jana Sonnenberg, Antonio Kühn
Eintritt: 7 € / erm. 5 € – am Vormittag: für Schulklassen und Begleitung freier Eintritt

11.6. 16 Uhr „Dat wier einmål – ein plattdüütsch Märchendrom“ – Lesung von Studierenden des Fachbereiches Germanistik/Niederdeutsch mit der Dozentin Antje Köpnick**, Eintritt frei
12.6. 10 Uhr Figurentheater „Hans in´n Glück“ Wicht Theater ab 4 Jahren*
Ein Theaterstück über das Glücklichsein und den wahren Wert der Dinge.
„Eerder kann Geschichten vertellen.“, seggt Fro Marta. Herr Novakowski will de alkondöör vun Fro Marta repareren. Se is nich dar, aver de Poppen vun den „Hans in`n Glück“ un Herr Novakowski fangt an to spelen: Gold gegen Peerd, Peerd gegen Koh, Koh gegen Swien, Swien gegen Gans, Gans gegen Steen.
Un wo is dat Glück?
Eintritt: 7 €/ erm. 5 € , Dauer 45 min

12.6. 16.00 Uhr, Familienlesung für kleine und große Gäste, Koeppenhaus, Eintritt frei*
Anke Ortlieb liest hochdeutsch und plattdeutsch aus „Sünndachskinner“ und „Mäh! Maa! Möh!“ – Geschichten über die Schafe Rosa, Moppel und Bauer Heini.
Die zweisprachige Geschichte ermöglicht einen literarischen Einstieg in mecklenburgisches Niederdeutsch. Anke Ortlieb aus Nordwestmecklenburg ist Kinderbuchillustratorin und schreibt Niederdeutsche Literatur für Kinder, 2019 mit dem Fritz-Reuter-Literaturpreis ausgezeichnet.
