Festival up Platt

Figurentheater, Konzert, Literatur & Comedy

Für Kinder und Erwachsene, Plattsnackers und alle, die es werden wollen

 

1.6.2021- 6.6.2021 in Greifswald

veranstaltet vom St.Spiritus – Sozio-kulturellen Zentrum Greifswald in Kooperation mit dem Landesverband Freier Theater MV, dem Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik der Uni Greifswald und dem Heimatverband MV

 

Anmeldung für alle Veranstaltungen erforderlich: Tel. 03834 85364444


1.6. – 10.00 Uhr – St. Spiritus – Greifswald

Buer Enno un sin Koh Afrika – 6 +

– een Poppenspäl för Schoolkinner

Dauer: 45 min

Eintritt: 4€ / Erwachsene 5€ (Betreuer frei)

Tandera Theater

Bildnachweis: Tandera Theater

Buer Enno hett een lütten Buernhoff. He hett dree Feller, een Goorn un een Koh.
Egentlich geiht em dat rundüm goot.
Aver in een Nacht, dor hett he een Drööm … – un nu ward allens anners…

Een lütt Geschicht vun groote slapende Wünsch
Geschicht-Utdenker: Jens Rassmus

 

 

Bauer Enno hat einen Bauernhof auf einem grünen Hügel. Er besitzt drei Felder, einen Gemüsegarten und eine Kuh. Eigentlich geht es ihm rundherum gut. Doch eines Nachts hat Bauer Enno einen Traum – und plötzlich ist nichts mehr, wie es früher war. Eine Geschichte vom Hier und Da, vom Bleiben und Gehen und von der Sehnsucht, die eigene Welt einfach einmal hinter sich zu lassen. Nach dem gleichnamigen Buch von Jens Rassmus.


2.6. – 10.00 Uhr – St. Spiritus – Greifswald

Lütte Kinner – groote Fööt – 6 +

– een Poppenspäl för Schoolkinner

Dauer: 45 min

Bildnachweis: Tandera Theater

Eintritt: 4€ / Erwachsene 5€ (Betreuer frei)

TanderaTheater

De een is groot – de anner lütt.
De een hett glatte Hoor – de anner een Wuschelkopp.

De een is plietsch – de ann is een Döösbartel.
Jeedeen hett sien Macken.
Un jeedeen wüll männichmal een beten anners sien as he is…..

Um kleene un groote Ünnerscheede un wie man dormit kloorkomen deit –
dorüm geiht das in ensen Theaterspeel.


2.6. – 17- 19.00 Uhr – Museumshafen – Greifswald

Der Plattkring Greifswald lädt zum Plattschnacken ein.

Sprechen Sie mit den Mitgliedern der Initiative Plattdeutsch. Jeder ist herzlich eingeladen, auch wenn Sie die Sprache (noch)nicht sprechen können.


3.6. – 10.00 Uhr – St. Spiritus – Greifswald

„Kaspar kauft ein Haus“
Foto: Puppentheater Schlott

Kasper köpt en Huus – 3 +

– een Poppenspäl för Kinner ut’n Kinnergaarn

Dauer: 50 min

Eintritt: 4€ / Erwachsene 5€ (Betreuer frei)

Puppentheater Schlott

Kasper sien Grotmauder is nich mehr ganz gesund. Sei bruk Luftverännerung. Von er Spargeld soll Kasper en Hus köpen. Up dat Geld is de oll Hex scharp un de Düwel ok…Un schon gait los: „Paß up Kasper!“

 

Ein Hauskauf ist keine leichte Angelegenheit, besonders wenn die Hexe als Verkäuferin auftritt. Natürlich gelingt es dem Kasper sie zu überlisten, nebenbei den Teufel zu verjagen und zum Schluss mit der Großmutter einzuziehen. Ein freches Kasperstück, das Kindern und Erwachenen gleichermaßen Spaß macht, jedem auf seine Weise.


3.6. – 19.30 Uhr – St. Spiritus – Greifswald

„Gistern, hüt un oewermorgen …“

Petra Schwaan-Nandke – kurzweiliger Spaziergang durch die Zeiten mit dem plattdeutschen Unterhaltungstalent

Eintritt: 10 € / erm. 8€

Bildnachweis: H. Sehmsdorf

Ihren ersten Auftritt hatte Petra Schwaan-Nandke mit gerade einmal sieben Jahren vor der örtlichen Feuerwehr in Horst. Sie trug damals plattdeutsche Gedichte vor. Am Ende rief einer der begeisterten Zuhörer: „Gehört haben wir die Kleine ja. Können wir sie jetzt auch mal sehen?!“ Das ist bis heute durchaus ein Markenzeichen: Vom Wuchs eher eine kleine Frau ist ihre Stimme doch kräftig und höchst unverwechselbar.
Geboren und aufgewachsen ist Petra Schwaan-Nandke auf einem Bauernhof mit mehreren Generationen im vorpommerschen Wilmshagen bei Grimmen. Ihr Großvater, der nur Platt sprach, erkannte bald das Talent der kleinen Petra, sich Gedichte nicht nur äußerst schnell zu merken, sondern auch beeindruckend vorzutragen. Und so war jener Auftritt im örtlichen Spritzenhaus der zarte Anfang der späteren schauspielerischen Karriere.

Heute arbeitet Petra Schwaan-Nandke als Autorin, Plattdeutsch-Lehrerin in diversen Bildungseinrichtungen, inszeniert, war künstlerische Leiterin der „Plattdütsch Späldäl to Stralsund“ und ist natürlich Schauspielerin mit Leib und Seele.

 

 


Lars Engelbrecht

4.6. – 10.00 Uhr – St. Spiritus – Greifswald

„Dor büst du platt“ Plattdeutsch-hochdeutsche Mit-Mach-Programm mit Lars Engelbrecht

– 10 + för Schoolkinner

Eintritt frei

Der ENGELBRECHT macht im Auftrag der Uni-Greifswald an Schulen Werbung für Plattdeutschunterricht.

Den Norden feiern – mit GENIAL-REGIONALen Songs auf hoch- und niederdeutsch. Der ENGELBRECHT macht im Auftrag der Uni-Greifswald an Schulen Werbung für Plattdeutschunterricht. Dabei darf mitgegrölt und getanzt werden, ganz nach dem Motto „Schuggel dienen Noors!“

Dauer: ca. 50 Minuten


4.6. – 19.30 Uhr – St. Spiritus – Greifswald

Bildnachweis: Lena Woehler

Konzert mit der Tüdelband

PLATT-POP UT HAMBORG

Eintritt: 15€ / erm. 12€

Seit 2009 steht Die Tüdelband für handgemachte Musik mit detailreichen Arrangements und plattdeutschen Texten.

Mit kompaktem Bandsound tourt das Duo durch die Großstädte und Niederöckelsdörfer dieser Welt. Mire Buthmann schreibt die Songs, singt und spielt Gitarre. Malte Müller spielt Schlagzeug, singt Backings und bedient das Bass-Pedal.

Dass ihr Platt-Pop nicht nur die norddeutsche Tiefebene begeistert, stellte Die Tüdelband in den Niederlanden und in Bayern unter Beweis. 2020 vertritt das Duo die Plattdeutsche Sprache beim Liet International Festival, dem „Eurovision Song Contest“ für Klein- und Minderheitensprachen.


Ulrike Stern
Foto: Silke Winkler

5.6. – 17.00 Uhr – St. Spiritus – Greifswald

„Hein Hannemann- Läuschen von der Wåterkant“ – ein Klassiker neu übersetzt ins Plattdeutsche

Vortrag und Lesung mit Ulrike Stern, Universität Greifswald

Eintritt frei

Hein Hannemann ist fünf Jahre alt, sein Hund Rüpel ein bisschen jünger, und gemeinsam machen die beiden Rostock, Warnemünde und Umgebung unsicher. Ihre Abenteuer hat die Autorin Sophie Kloerss auf 293 Seiten und auf Hochdeutsch geschildert. Die plattdeutsche Übersetzung des Buchs ist mit Schwarm-Intelligenz gelungen – auf ehrenamtlicher Basis als Projekt für den Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern.


5.6. – 20.00 Uhr – Theaterwerft – Greifswald

„Stundl am Meer“
Foto: Theaterwerft

„Stundl am Meer“ – Die Freester Fischerteppichsaga Teil I

Theaterstück mit plattdeutschen Passagen

Not macht erfinderisch, damals in der Weltwirtschaftskrise genau wie heute.

Wie war wohl die erste  Begegnung der Freester Fischer mit dem Wiener Schmäh des Teppichmacher Rudolf Stundl?

Dieses amüsante, geschichtsträchtige Stück zeigt, dass der kreative Umgang mit Krisen aktueller ist denn je.

 

 


6.6. – 11.00 Uhr – St. Spiritus – Greifswald

Bildnachweis: Figurentheater Ernst Heiter

Dei dree Spinnerinnen – 6 +

– een Poppenspäl frie nah dat Grimmsche Märken

– För de ganze Familie

Dauer: 35 min

Eintritt: 4€ / Erwachsene 5€

Figurentheater Ernst Heiter

Dei dree Spinnerinnen sünd sagenumwobene Frugens. Sei spinnen de Läbensfodens vun alle Minschen, so ok den vun dei unglückliche Schaustersdochter Rita. Dörch de Prahlerie von ehrn Vadder harr sei egens ehr Läben all verlurrn, sei hätt noch nie een Spinnrad seihn un keinen Foden spunnen…oewer mit lütt bäten Glück gifft dat denn doch een märkenhaftet Enn!

 

Die drei Spinnerinnen sind sagenumwobene Gestalten.

Sie spinnen, der Legende nach, die Lebensfäden aller Menschen; so auch den der unglücklichen Schusterstochter Rita, die ihr Leben durch die Prahlerei ihres Vaters eigentlich schon verloren hat, weil: sie kann gar nicht spinnen!

Und alles wegen eines blöden Hufeisens.

Aber mit ein wenig Glück endet alles noch märchenhaft.


6.6. – 18.00 Uhr – St. Spiritus – Greifswald

„Vom Fischer un syner Fruu“ – 6 +

– frei nah dat Märken von Phillipp O. Runge (1814)

– För de ganze Familie

Dauer: 40 min

Eintritt: 4€ / Erwachsene 5€

Figurentheater Ernst Heiter

Bildnachweis: Figurentheater Ernst Heiter

Dor wier mal eins `n Fischer, dee wahnte mit siene Fruu inne ganz ganz lüttsche Hütt dicht bie de See. De Fischer güng jeden Dag to’ angeln. Un einen Dag, dor wier een groten Butt an siene Angel, de füng mit einmal an to snacken: „Lat mi doch läben! Ick bün gor kein Fisch, ick bün jo’n verwunschnen Prinz!  Un wenn du eins’n Wunsch hest, denn möößt du herkamen un mi raupen!“

Na, de Fischer geiht nah Hus und vertellt dat sien Fruu Ilsebill un sei harr man bannig vääle Wünsche…

 

Familie Fischer lebt an der Küste. Herr Fischer angelt nun schon seit „fast 120 Jahren“, doch so etwas hat er noch nicht erlebt: „Soooo ein Butt, riesengroß! Sprechen kann er auch! Sagt, er sei ein verwunschener Prinz….“

Kaum zu glauben, alle Wünsche werden wahr… und davon hat Frau Fischer mehr als genug.


1.6.-6.6. – St. Spiritus – Greifswald

Ausstellung: Christine Meyer: „Liebenswürdiges und Lästerliches auf Platt“