Online-Kino

Germans & Jews – Eine neue Perspektive – online Filmvorführung am 29.01. um 20 Uhr

Link zur Filmvorführung – hier klicken

Dokumentarfilm, USA 2016, Regie: Janina Quint, 76 Minuten
Ein wertvolles Plädoyer für den offenen Dialog. Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Eine Veranstaltung von Koeppenhaus,STRAZE, Partnerschaft für Demokratie und Kulturzentrum St. Spiritus
Deutsche und Juden, warum kann ich diese Wörter nur auf Englisch aussprechen, ohne dass es sich unangenehm anfühlt? Bei einer außergewöhnlichen Dinnerparty in Berlin diskutieren nichtjüdische Deutsche und in Deutschland lebende Juden über ihre hochsensible Beziehung zueinander. Jetzt, über 70 Jahre nach dem Holocaust! Heute lebt in Berlin die am schnellsten wachsende jüdische Bevölkerung Europas. Diese Entwicklung war 1945 absolut unvorstellbar, wie konnte das geschehen? Kann sich ein Jude jemals in Deutschland zu Hause fühlen? „Berlin ist trendy und ich fühle mich hier viel sicherer als in Israel“, sagt ein jüdischer Künstler. Ob er denn ein stolzer Deutscher sei, wird sein Tischnachbar daraufhin gefragt. „Ja, auf eine gewisse Weise schon“, antwortet dieser, „aber nur, weil ich mich meinem Land und meiner Kultur als Patriot der Demokratie und der Menschenrechte verbunden fühle“. So entsteht ein lebendiger kultureller Austausch über den Wandel in Deutschland. Zu Wort kommen auch Persönlichkeiten, wie der verstorbene Holocaust-Historiker Fritz Stern, der deutsch-jüdische Schriftsteller Rafael Seligman oder der deutsche Musiker Herbert Grönemeyer.
„Der Film zeigt, wie sich Deutschland aus einem Abgrund seiner Werte langsam, mit viel Mühe und politischem Fortune, in eine tolerante, demokratische Gesellschaft entwickelt hat. „Germans & Jews“ kam Anfang 2016 in den USA auf den Markt und seitdem hat sich die Stimmung in Deutschland verändert. Antisemitische Gewalt steigt und öffentliche, antisemitische Propaganda fängt wieder Wählerstimmen. Und wieder fragen sich Juden, ob sie in Deutschland noch leben können.“
(Statement der Regisseurin Janina Quint)

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